African Diaspora Cinema, Köln

Es geht los, es geht los! Die African Diaspora Cinema-Reihe wird heute von der Schirmfrau und Regisseurin; Dyana Gaye eröffnet. Das Filmschaffen der afrikanischen Diaspora hat viel zu bieten. 42 Filme von RegisseurInnen afrikanischer Herkunft aus 5 Kontinenten und 28 Gäste in sechs  Kölner Locations sind somit in einem zehntägigen Programm zu sehen.

Nun hier ein kleiner oder doch wohl eher gesagt großer, jedoch detaliert verfasster Überblick des vollen Programms für euch:

PROGRAMM

17.09          21:00 Filmforum Museum Ludwig für 7€

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MEURTRE A PACOT

Länge:         130 Minuten

Ein Spielfilm über die Auswirkungen des Erdbebens in Haiti 2010.


18.09          18:30           Filmforum NRW Museum Ludwig Köln für 7

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DIE ARIER

Länge: 92 Minuten

Mit der entwaffnend offenen Art der Afrodeutschen Regisseurin Mo Assumang gelingt ihr ein tiefer Blick in die Seele des Rassismus. Der Film dokumentiert eine persönliche Reise, bei der Sie es versucht herauszufinden, was hinter der Idee vom Herrenmenschen‘ steckt. Sie begibt sich zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reist zu den wahren Ariern in den Iran, trifft sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten und begegnet dem Ku Klux Klan.

18.09          21:00           Filmforum Museum Ludwig Köln für 7

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DES ETOILES

Länge:         88 Minuten

Turin, Dakar, New York – drei Städte, drei Geschichten über die Fremde, eine Migrations- und Dreiecksgeschichte der besonderen Art: Die junge Sophie verlässt Dakar, um mit ihrem Mann Abdoulaye in Turin zu leben. Der mit großer Leichtigkeit erzählte Film bietet einen selbstbewussten und unaufgeregten Blick auf die Licht- und Schattenseiten der weltweiten Migrationsbewegungen.


19.09          16:00                    Filmforum Museum Ludwig für 7

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RAÇA

Länge:         104 Minuten

Nirgendwo sonst in der weltweiten Diaspora leben so viele Menschen afrikanischer Herkunft wie in Brasilien. Die rund 100 Millionen AfrobrasilianerInnen stellen die Hälfte der Bevölkerung, werden aber sozial und politisch bis heute ausgegrenzt und diskriminiert. Der Dokumentarfilm zeigt dies am Beispiel von drei ProtagonistInnen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Gleichberechtigung von Schwarzen in Brasilien einsetzen.

19.09          18:00          Filmforum Museum Ludwig für 7€

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LIKE A MAN ON EARTH

Länge:         60 Minuten

In diesem Dokumentarfilm schildert der Äthiopier Dagmawi Yimer die dramatischen Erlebnisse, die er und andere Flüchtlinge bei der Durchquerung der libyschen Wüste hatten. In einem Video-Workshop für MigrantInnen lernte er, seine dramatischen Erlebnisse mit cineastischen Mitteln zu erzählen.

19.09          20:00          Filmforum Museum Ludwig für 7

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RED LEAVES                

Länge:         80 Minuten

Der Debütfilm porträtiert einen 74-jährigen Äthiopier, der auch 28 Jahre nach seiner Einwanderung nach Israel noch unverrückbar an traditionellen Rollenverteilungen festhält, wie er sie aus seinem Heimatland kennt. Nach dem Tod seiner Frau verkauft er seine Wohnung, um sich abwechselnd bei seinen Kindern einzuladen. Aber die führen mit ihren Familien längst ihre eigenen Leben, in denen der Patriarch keinen Platz mehr findet.

19.09          22:15           Filmforum Museum Ludwig für 7

SHORT FILM NIGHT

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BAMAKO-SAINT-AFRIQUE

Länge: 15 Minuten

Was passieren könnte, wenn Afrikaner eine Rally wie Paris-Dakar durch Frankreich veranstalten würden, zeigt diese Komödie mit ernstem Hintergrund.

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DEEPER THAN BLACK

Länge: 25 Minuten

Ein Film über die afroamerikanische Kultur.

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KING OF GUANGZHOU

Der Kurzspielfilm offenbart, dass es Einwanderer aus Afrika auch in China schwer haben, auf legalem Weg an Aufenthaltspapiere zu gelangen.

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WHY DO YOU WANT TO SEE MY FACE?

Länge: 9 Minuten

Ein Film über die Fragestellung der australischen Gesellschaft zur sozialen Stelung afrikanischer Flüchtlinge.

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AISSA`S STORY

Länge: 15 Minuten

Eine Story, die an die Vergewaltigung einer schwarzen Hotelbediensteten durch den ehemaligen IWF-Chef erinnert und erzählt das Drama aus der Perspektive der betroffenen Frau.

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YOUTH DIASPORA VOICES: SADAK ABUKAR

Länge: 9 Minuten

Eine Präsentation positiver Beispiele für die Selbstorganisation von Einwanderern aus Somalia in den USA.

 

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THE YOUTH

Länge: 9 Minuten

 Die Erzählung von einem schwarzen Hochschulabsolventen, der seinen Weg zur Veränderung der Gesellschaft erst noch finden muss.

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KUHANI

Länge: 7 Minuten

Ein Kurzfilm über die Homophobie in Uganda.

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THE CESSATION

Länge: 16 Minuten

Ein Film, der daran erinnert, dass es auch in vielen Regionen Afrikas große Communities von MigrantInnen aus anderen afrikanischen Ländern gibt – so z. B. in Südafrika von Kriegsflüchtlingen aus Angola.

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MADE ONLY OF AFRICAN

Länge: 5 Minuten

Ein visuelles Poem über die Reichhaltigkeit der afrikanischen Kultur und die Schönheit der schwarzen Hautfarbe.


20.09              13:00              Filmforum Museum Ludwig für 7

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TOUISSAINT LOUVERTURE

Länge: 180 Minuten

Ein Film über den erfolgreichen Aufstand von Sklaven, der am 1. Januar 1804 zur Unabhängigkeit Haitis führte, bis hin zu Napoleons Wunsch, die französische Kolonialempire erhalten zu wollen.

20.09              17:00              Filmforum Museum Ludwig für 7

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TANGO NEGRO

Länge: 93 Minuten

Ein Film über die Aufklärung zum Tango, dessen Musik; afrikanische Wurzeln hat und die Ursprünge des Tangos von Sklaven hat.

22.09              19:00              Filmhauskino Köln für 7

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PORTRAIT OF A LONE FARMER

Länge: 75 Minuten

In diesem intensiven Dokumentarfilm wird das Leben eines jungen Mannes in der dänischen Diaspora mit dem Alltag in dem nigerianischen Heimatdorf seines Vaters verglichen. Das Ergebnis ist eine reflexive persönliche Filmerzählung,

22.09              21:00              Filmhauskino Köln für 7

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ITAR EL-LAYL

Länge: 93 Minuten

Ein Film über ein Waisenkind aus Zentral-Marokkos, die an einem Kleinkriminellen verkauft wird und er sich nun samt ihr und seiner Freundin, auf dem Weg zu Menschenhändlern nach Europa machen.


23.09              19:00              Filmforum Museum Ludwig für 7

KURZFILMABEND

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LEBE DEINEN ALBTRAUM

Länge: 13 Minuten

Ein Kurzfilm über einen Angriff von Neo-Nazis auf einen schwarzen deutschen Musiker, der für alle Beteiligten ein überraschendes Ende nimmt.

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BEENTO

Länge: 24 Minuten

Der autobiografische Kurzspielfilm erzählt davon, wie sich das Leben der Eltern einer ghanaisch-deutschen Frau in der DDR abspielte.

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KNIFFEL

Länge: 8 Minuten

Ein Kurzfilm über eine humorvolle schwarz-weiße Begegnungen in einer Familie.

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TARIKS GENDERKRISE

Länge: 20 Minuten

Auf seinem YouTube-Kanal postet er wöchentlich Videos und hat dabei eine klare Botschaft: Genderlove! In seinen witzig-ironischen Clips tritt der Blogger stets selbst an Schauplätzen rund um Köln vor die Kamera und kommentiert aktuelle Themen.

23.09          21.00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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MOLOCH TROPICAL

Länge: 107 Minuten

In diesem Augenblick der Geschichte offenbart sich Menschen das wahre Wesen ihrer Existenz, ihrer Ängste und Hoffnungen insbesondere angesichts der Einsicht, dass es keine Spielräume mehr für Tricks gibt. Es zeigt wie sich der letzte Tag eines einflussreichen Mannes anfühlt, dessen Macht niemals in Frage stand und der auf einmal in einen Strudel von Ereignissen gezogen wird, die er nicht kontrollieren kann?


24.09          19:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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BOUND: AFRICANS VS AFRICAN AMERICANS

Länge: 90 Minuten

In diesem Dokumentarfilm geht es darum wie sich die alt eingesessenen AfroamerikanerInnen und neu eingewanderten AfrikanerInnen sehen und verstehen.

24.09          21:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

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WÒCH NAN SOLEY

Länge: 95 Minuten

Dieses Spielfilm-Debüt erzählt drei miteinander verwobene Geschichten über die enttäuschte Liebe von Paaren mitten im Leben zwischen den USA und Haiti.


25.09          17:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

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THROUGH A LENS DARKLY: BLACK PHOTOGRAPHERS AND THE EMERGENCE OF A PEOPLE

Länge: 90 Minuten

Diese Dokumentation untersucht die Bedeutung der Fotografie und die Rolle schwarzer FotografInnen für die Identitätsstiftung, Hoffnungen und den Kampf um gesellschaftliche Gleichstellung von AfroamerikanerInnen. Ein kritischer Rückblick auf die letzten 175 Jahre der US-Geschichte aus afroamerikanischer Sicht geliefert.

25.09          19:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

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AFRODEUTSCH

Länge: 10 Minuten

Der Film ist ein cineastisches Statement nach einem Song des Schauspielers und Musikers Tyron Rickets. Er wurde als Hauptdarsteller der ZDF-Krimiserie SOKO LEIPZIG bekannt und gehörte 2001 zu den Mitbegründern der antirassistischen Musikerinitiative Brothers Keepers.

25.09          19:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

PODIUMSDISKUSSION

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ICH SEHE WAS; WAS DU NICHT SIEHST – SCHWARZE DEUTSCHE IN MEDIEN UND GESELLSCHAFT

Nach dem Film AFRO DEUTSCH folgt die Diskussion über Fragen wie:

  • Wie empfinden schwarze Filmemacher ihre Wahrnehmung und Stellung in den Medien?
  • Welche Klischees nehmen sie wahr?
  • Gibt es nach wie vor Standardrollen für schwarze SchauspielerInnen?
  • Was würde sich ändern, wenn mehr Filme von und mit Schwarzen produziert würden?
  • Kann man als Schwarzer Deutscher Filme machen, die nichts mit der eigenen Identität oder dem Thema Rassismus zu tun haben?
  • Und darf man Witze über „political correctnessmachen oder gibt es Grenzen des Humors und der Kunst?

25.09          22:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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DANBÉ, LA TETE HAUTE

Länge: 88 Minuten

Bei einem vorsätzlich gelegten Feuer in der Pariser Wohnung einer Familie malischer Herkunft kommen viele Menschen ums Leben. An den Folgen einer Rauchvergiftungen sterben umso mehr. Augrund des Schmerz und Trauer der jüngsten Tochter, die den Brand entkommen ist und überlebt hat, hat sich ihr Verhalten mit der Zeit in eine schwer beherrschbare Aggression umgeschlagen. Erst als sie von einem Boxtrainer angenommen wird, schafft sie es, ihre Wut im Sport auf ein Ziel zu richten. Sie trainiert hart und arbeitet sich nach vorne, bis sie schließlich beim alles entscheidenden Kampf um den Weltmeistertitel im Ring steht. Der Film beruht auf einer wahren Begegenheit.


26.09          16:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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VA PENSIERO

Länge: 56 Minuten

Der Film erinnert an zwei rassistische Überfälle in Mailand und Florenz und die darauf folgenden schmerzhaften Versuche der Opfer, in ihren normalen Alltag zurück zu kehren. Der aus dem Senegal stammende Mann lebte schon 14 Jahre in Italien, als er eines Morgens mitten in Mailand niedergestochen wurde. Zwei weitere Migranten aus dem Senegal, wurden in Florenz während ihrer Arbeit auf dem San Lorenzo-Markt angeschossen.

26.09          16:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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BLUES IN SCHWARZ – VIER SCHWARZE DEUTSCHE LEBEN

Länge: 37 Minuten

Die Dokumentation Blues in Schwarz Weiß verschafft den Betrachtern einen tiefen Einblick in das Leben von vier Schwarzen Menschen. Als authentisches und zeitgleich inspirierendes Dokument lassen sich ihre Meinungen und Aussagen verstehen.

26.09          18:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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BRÛLE LA MER

Länge: 75 Minuten

Im Maghreb werden Flüchtlinge, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, „Harraga“ genannt. Wörtlich übersetzt bezeichnet dies Menschen, die alles „verbrannt“ hinter sich lassen: ihre Herkunftsländer, Landesgrenzen, Papiere und das Meer.

26.09          20:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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FIÈVRES

Länge: 90 Minuten

EIn13 jähriger Junge steht auf Kriegsfuß mit den Erwachsenen und mit sich selbst. Ein Film von Gewalt, aber auch voll von Poesie und Lust am Leben.


27.09          16:00           King Georg Köln für 5

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LESUNG: MARIUS JUNG

Der Kölner Kabarettisten und Autors Marius Jung über sein Buchdebüt, Alltagsrassisten und absurde Verhaltensvorschriften.

Weiteres: http://www.filme-aus-afrika.de/DE/home/

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Und: Action!

Eugene Boateng, der in Düsseldorf geborene Ghanae meistert die Redensart „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ mit Bravur. Vom Fussball zum Tanz, vom Tanz zum Theater, vom Theater auf die Leinwand. Wo sich der eine oder andere vielleicht Filme „schiebt“ – dreht er einfach welche.

Der Film „Becks letzter Sommer“ feierte am 23. Juli Premiere in den deutschen Kinos mit den Schauspielern Christian Ulmen, Nahuel Perez Biscayart und seiner Wenigkeit, Eugene Boateng.

In dem Film geht es um den frustrierten Musiklehrer Robert Beck (Christian Ulmen), der in seinem eigentlich als Aussenseiter geltenden, jedoch musikalisch talentierten Schüler Rauli (Nahuel Perez Biscayart), seine zweite Chance sieht, wieder ins Musikgeschäft einzusteigen und den Jungen ganz gross rauszubringen.

Eugene Boateng spielt die Rolle eines chaotischen Freundes von Beck namens Charlie, der nach psychischen Problemen in Drogen verfällt und plötzlich, dringend seine angeblich kranke Mutter in Istanbul besuchen muss. Die Geschichte zieht sich in der ersten Hälfte des Filmes in einer etwas umständlichen Langatmigkeit in die Länge, nimmt jedoch Fahrt auf, als Beck sich nun auf ein Roadtrip von Deutschland durch Osteuropa bis in die Türkei mit Charlie und Rauli begibt. Alle drei Schauspieler kommen gut zur Geltung und erhöhen die Spannung mit ihrem Können, je turbulenter die Reise wurde.

Eugene Boateng hat sich durch seine Persönlichkeit, Talent und vor allem Fleiss, zum Sieger der Herzen errungen. Bereits in 2006 tanzte er sich erfolgreich durch alle Runden der begehrten VIVA-Casting Show „DanceStar“ zum Sieg. Im darauf folgendem Jahr, nahm Eugene mit seinem kongolesischen Tanzpartner Idrissa Aponda als Deutschland – Sieger beim international renommierten Hip Hop Battle „Juste Debout“ in Paris teil und eroberten den zweiten Platz.

Die Mehrheit in Düsseldorf lebenden Ghanaen, die Eugene von klein auf kennt, ist stolz “wie Oscar”. Seine Freunde und Familie freuen sich und begleiten den sympathischen jungen Mann mit tatkräftiger Unterstützung auch weiterhin auf seinem Weg.

Becks letzter Sommer, Deutschland 2015, 98 Min., FSK ab 12, von Frieder Wittich, mit Christian Ulmen, Nahuel Pérez Biscayart, Eugene Boateng

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WAK: FSHN 15

It was ´all black´ in winter

and ´all white´ in spring,

now as summer enters

let´s see what colour it brings

                                               W.A.K. 

P.S.: I spit that rhyme in a minute, makes me feel like I got bars. ..loool..beastmode 😉

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Der blanke Wahnsinn

Shitstorm der Woche ist und bleibt einfach mal Kim Kardashian´s blanker Hintern, der in voller Pracht das Cover von dem amerikanischen Magazin Paper schmückt. Die neue Ausgabe zirkuliert im Netz und hat weltweit für Aufsehen gesorgt.

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Wie man es auf dem Foto sehen kann, balanciert der Reality-TV-Star einen Glas Champagner auf ihrem Hinterteil, während sie eine Flasche Champagner knallt.

Das Foto hat jedoch einen sexistisch- rassistischen Unterton und erinnert an Sarah Baartman.

Sarah oder auch Saartje Baartman (1789-1815) erhielt in der Vergangenheit eine grosse Berühmtheit. Im Jahre 1810 wurde die Südafrikanerin, aufgrund ihrer anatomischen „Besonderheiten“ nach Europa gebracht und zur Schau gestellt. „Berühmt“ wurde sie mit dem Namen Hottentot Venus.

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Mit 26 Jahren verstarb sie aufgrund einer angeblichen Lungenentzündung. In Frieden durfte sie jedoch nicht ruhen, denn nach ihrem Tod wurde sie medizinisch seziert und konserviert. Bis 1970 konnte man sie im Museum de L´homme in Paris besichtigen.  Traurig aber wahr. (http://www.museedelhomme.fr/)

Frauen sollten nicht auf ihre körperlichen Attribute reduziert werden, sondern für ihre Stärken und Intelligenz geachtet werden. Dass, wir aber in der Ära der Big Booty sind ist keine sonderliche Neuigkeit. Sei es Squat-Übungen oder Implantate. Weiße Frauen popularisieren, was schwarze Frauen schon immer hatten. Somit ist dies das jüngste Beispiel der kulturellen Aneignung der Mainstream-Medien.

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Das Motto ist und bleibt derzeit:

„Make it right, make it tight, make the booty alright“.

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In der heutigen Zeit, reissen sich schwarze Frauen wortwörtlich selbst drum – um jeden Preis, eine Rolle als halb nacktes, billiges, hübsches Püppchen in den Hip Hop Videos der Rapper zu erscheinen. Noch trauriger aber leider auch wahr.