Hier spielt die Musik – Teil 2

Wie ich bereits Tolles über die Jazz Session im “Herr Nilsson” berichtet hatte, geht es hier nun weiter mit einem Bericht zu einem Ereignis an diesem Wochenende. Bei 38 Grad ging es am Sa, den 4. Juli rund. Nicht in LA, Tokio oder Las Vegas sondern hier in Düsseldorf – die schönste Stadt am Rhein. Mit der Veranstaltung „Jazz im Garten“ wurde den Zuhörern der Tag mit Tönen, Klängen, Wassermelonen und Eis versüsst. Unter den zahlreichen Anwesenden, befanden sich wiedermals Jojo und ich. Dieses Mal auch in Begleitung von Anna und Lisa. Sei es im Wohnzimmer oder dieses Mal im Garten – im Herr Nilsson fühlt man sich gleich wie zu Hause. Von zahlreichen Jazz-Künstlern im Programm des Tages, finalisierte „JE:D“, das Düsseldorfer Jazz Ensemble den Abend mit einem herrlichen Konzert. Den Herrschaften sah man an, dass sie uns allen, den Abend nicht vergessen lassen wollten. Sie spielten mit Herz und Seele, ihre improvisierten Stücke auf ihren Instrumenten ab. Es herrschte volle Harmonie unter den Bandmitgliedern. Das Jazz Special war ein voller Erfolg. Es war für alles gesorgt. Freier Eintritt, ein Pool, kulinarische Kost und Getränke. Keiner kam hier zu kurz. Dem Kamerateam, dass aufgrund der Hitzewelle und den heissen Tönen ins Schwitzen gekommen war, schien es jeder Schweisstropfen wert gewesen zu sein. Hut ab an die Musiker und die Veranstalter.

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Hier spielt die Musik

Ob im Wohnzimmer oder im Garten, wer es leidenschaftlich angehen will, kommt an Ort und Stelle zur Sache. Mit Jazz natürlich und nichts anderem. Die Veranstaltung „Jazz in der WG“, findet an jedem ersten Montag im Monat im Hause „Herr Nilsson“ in Unterbilk statt. Jeder Anwesende kann bei Bedarf entweder mitjammen oder einfach als Zuhörer in Stimmung kommen. In einer intimen Atmosphäre spielen die Musiker mit Herz und Seele an ihren Instrumenten und begeistern alle im „Wohnzimmer“. Dieser Einblick wurde mir zum ersten Mal am vierten Mai gewährt. Dank meiner Lieblingssängerin und guten Freundin Johanna. Sie ist ein Rohdiamant in der Jazzszene und wird zum Glück in Kürze ihren Feinschliff durch die professionelle Ausbildung zur Jazzmusikerin erhalten. Wie es sich in der Szene in solchen Sessions verhält ist ihr natürlich schon bekannt. Ich zu meinen Teil mag trotzdem sagen, dass hier das Schlüsselwort „Improvisation“ nicht zu kurz kommt. Die Musiker geben bekannte Stücke klanghaft, traumhaft schön in ihrem eigenen Genre wieder und setzen gekonnt Akzente, in ihrem eigenen Stil wieder. Hut ab an die Musiker und die Veranstalter. Es ist eine tolle Abwechslung für die Nachtaktiven Düsseldorfer. Allein die Location und Einrichtung wirkt einladend. Zum Abschluss des Abends gibt es meist dann noch ein Konzert von immer wechselnden Bands. Wer Jazz liebt, sollte sich dieses Highlight nicht entgehen lassen. Der Eintritt ist frei. Ich verpreche nicht zuviel aber schaut vorbei, es wird euch gefallen.

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Bildergalerie: Afro Ruhr Festival 2015

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Das diesjährige Afro Ruhr Festival 2015, hat sich trotz dem Streik der Sonne zu einem gelungenem Wochenende entpuppt. Die Kombination von guter Musik und leckerem Essen, kann der vorprogrammierten guten Laune und Freude nicht im Weg stehen.

Freunde, Familie, Afrika-Interessenten, Künstler, Musiker und und und..fanden am Freitagnachmittag des 29. Mai bis Sonntag, den 31. Mai im Dietrich-Keuning Haus in Dortmund zusammen.

Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Vielfalt und Toleranz“ sorgte das volle Programm mit Eröffnung des Afrika Basars bis hin zu Livemusik, Workshops und Aktivitäten. Zu den Highlights gehörten mit absoluter Sicherheit die Autogrammstunde der international bekannten Musikband Culcha Candela, welches die jüngeren Fans in Euphorie stimmte. Der legendäre Jazz- und Weltmusikpionier Hugh Masekela hebte somit auch für die Erwachsenen Musikliebhaber die Stimmung.

Kudos an die Veranstalterin bzw, dem Allroundtalent Dr. Veye Tatah und das gesamte Team für das Repräsentieren der afrikanischen Diaspora in Deutschland in der Form von Musik, Kunst; Kultur und Bildung.

Die Entdeckungstour nach „Afrika in Dortmund“, wird Sie ganz bestimmt auch im nächsten Jahr einladen. Versprochen.

Düsseldorf ist wahrhaftig die schönste Stadt am Rhein

Am gestrigen Tag verwandelte sich das Tonhallenufer am Rhein in eine Gastromeile zum Einkaufen, Probieren und Geniessen. Ein Festival der Düfte, Klänge und Kulturen. Kulinarische Köstlichkeiten wurden von Händlern aus ganz Deutschland präsentiert. Zum Glück darf man an den jeweils ersten Sonntagen der nächsten sieben Monate zu dem Genuss, dieser einzigartigen und typisch Düsseldorfer Veranstaltung – „Dem Fischmarkt“- kommen. Von Fisch zu Früchten. Von Bananenchips zu Zitronendüfte. Von Gemüse zu Blumen. Von Akrobaten zu deutschem Pop. Liebhaber der internationalen Küche kommen die nächsten paar Wochen auf ihre Kosten. Das Angebot ist zahlreich und es geht keiner leer aus. Der Spass findet im Zeitrahmen von 11 bis 18 Uhr statt. Was will man mehr. Die Sonne scheint, man hat eine schöne Aussicht auf den Rhein und der Düsseldorfer ist gut drauf. Düsseldorf ist wahrhaftig die schönste Stadt am Rhein. Hier im Anschluss ein paar tolle Fotos des Tages. Fotos von Fischen werdet ihr leider nicht vorfinden. Ich hatte mir eine Meile von frischen Fischen aller Arten vorgestellt, aber vergeblich. Es sollte eher „DUS Street Food Market“ heissen, denn wirkliche Fischbuden gab es nicht viele um so zu heissen. 20150412_155657 IMG_39628313410638 20150412_164557 20150412_154607 20150412_154736 20150412_154810 20150412_155729  20150412_15590420150412_160023 20150412_161435 20150412_161443 20150412_161659 20150412_161708  20150412_162048 20150412_164022 20150412_164621 20150412_165032 20150412_165049 20150412_165106

Haare im Wandel

Afrikanische Haarfrisuren liegen mir als Afrikanerin besonders am Herzen. Die Hauptursprünge der Frisuren liegen in afrikanischen Volksstämmen. In den verschiedensten Kulturkreisen entstanden die Frisuren aus religiösen oder spirituellen Gründen. Sei es bei Afrikanern, Indianern, Buddhisten oder den antiken Kelten; Frisuren aus geflochtenem Haar, kamen in der Geschichte der Menschheit immer wieder vor.

In der heutigen Zeit werden die Frisuren jedoch aus Mode getragen. Wie heisst es doch gleich? „Wer schön sein will muss leiden“, denn die Flechtfrisuren sind manchmal schmerzhaft für die Kopfhaut. Durch die starke Zugbelastung auf die Kopfhaut,  halten die Kopfschmerzen bis maximal drei Tage. Das widerum hängt von der Sensibilität der Kopfhaut jedes Einzelnen und der Vorsicht der Friseure ab. Das Flechten von Frisuren kann zudem auch bis zu zehn Stunden dauern. Der Aufwand der Herstellung, richtet sich jedoch nach der eigentlichen Frisur, der Haarlänge und Anzahl der Zöpfe.

Im Laufe der Jahre habe ich zahlreiche Frisuren ausprobiert. Das Experimentieren mit meinen Haaren, bereitet mir jedesmal aufs Neue, grosse Freude. In einer Sammlung von Bildern, möchte ich euch nun gerne, meine aktuellsten Frisuren zeigen und eine Erläuterung zur Herstellung geben.

Bevor ich euch auf eine Reise durch den Wandel meiner Haarfrisuren mitnehme, habe ich eine Webseite zu empfehlen, die in einer Reihe von Bildern, die Vielfalt an Frisuren mit naturkrausen und lockigen Haaren, in kunstvoller Ästhetik zeigt. Die Arbeit der Fotografin namens Jamala Jones, wurde bereits mit mehren Awards für ihren Beitrag zu Mode, Kunst und Kultur, in der Form ihrer Kuration ausgezeichnet. Hier der Link: http://lecoil.com/

Meine Bilderreihe:

Geglättete Haare

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In der Vergangenheit empfand ich geglättetes Haar als „pflegeleicht“. Mit Glättungscremes wird einem mit seinem „Problem“ weitergeholfen. Chemische Verfahren, die einer Dauerwelle ähneln, verändern die Haarstruktur und können das krause Haar längerfristig glätten. Die Glättung hält in der Regel ein paar Monate und hat den Vorteil, dass wertvolle Zeit beim Stylen der Haare gespart wird. Die Haare sehen somit glatt und „besser“ gepflegt aus. Aufgrund der Unterzahl an qualifizierten afrikanischen Friseuren in unserem Umfeld und dem Schönheitsbild in der westlichen Welt, beginnt die Pflege der Haare schon in der Kindheit mit Cremes. Je nach der individuellen Haarstruktur kommen unterschiedlich starke Cremes für die Haarglättung zum Einsatz. Nimmt man zu schwaches Haarglättungsmittel tritt der gewünschte Erfolg nicht ein. Bei zu starkem Auftragen kann die Haarstruktur jedoch beschädigt werden.

Natur-Haare

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Im Gegensatz zu europäischen Haaren wächst afrikanisches Haar voluminöser und kräuseliger. Durch diese Kräuselung ist die Oberfläche etwas rauer und macht es anfälliger für Haarbruch. Die Einsicht, meine Naturhaare zu lieben, pflegen und zu akzeptieren, wie sie sind, kam erst in meinem Alter von 20 Jahren. Mein Haar braucht also eine Extraportion Pflege und sanfte Behandlung, damit es seine volle Schönheit entfalten kann. Da man heutzutage allerdings Information im Überfluss kriegt, ist das Pflegen der Naturhaare kein Problem mehr. Man stellt fest, dass sich Afro-Hairstyles ohne große Frisieraufwände, verwirklichen lassen.

Haarverlängerung

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Das eigene Haar mit Echt- oder Synthetikhaar zu verlängern, lässt die Haare kräftiger aussehen und ist modisch angesagt. Die Basis der Frisur beginnt mit Cornrows / Corn rolls, wobei die eigenen Haare, eng an der Kopfhaut zum Zopf geflochten werden. Die Verlängerungen werden im Anschluss entweder mit Clips befestigt, geklebt, mit Faden eingenäht oder mit einem Häkel gebunden.

Geflochtene Haare

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Rastazöpfe, Braids oder Rastas, alle diese Begriffe bezeichnen die Flechtfrisuren, die aus vielen Flechtzöpfen besteht und in der Regel mit einer drei-strähnigen Flechttechnik geflochten werden. Es gibt beim Flechten von Braids unterschiedliche Stile, Arten und Varianten: Sehr dicke Braids wurden nach ihrem Ursprungsort, Casamas im Senegal benannt. Die Mehrheit betitelt dies jedoch einfach mit Senegalese Braids oder Medium Sized Braids oder Box Braids. Sehr dünne Braids beschreibt man mit Micro Braids oder klärt die Friseurin, bildlich einfach auf. Braids, bei denen nur etwas über das Eigenhaar geflochten wird, sagt man Open Braids, da der Rest des Haares offen gelassen wird. Für die Haltbarkeit der Braids ist die Flechttechnik des Ansatzes entscheidend.

Gedrehte Haare

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Drehzöpfe sind meine Lieblingsfrisur, da die Textur der Kunsthaare meinem Naturhaar gleicht und somit im Gesamtbild natürlich wirkt. Ohne die Haarsträhnen zu drehen sehen sie fülliger und weicher aus. Mit dem Drehen der einzelnen Strähnen sehen sie straffer aus.

Verfilzte Haare

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Der natürliche Vorgang bei krausendem Haar, führt zur Verfilzung, wenn die Haare nicht gekämmt werden. Da ich meine Frisur, rein aus Mode getragen habe, wurde bei mir Wolle verwendet und wird Faux Locks genannt. Wenn man sich für Locks entschieden hat, kann man diese nämlich nur wieder loswerden, indem man sie abschneidet.

Zur künstlichen Herrstellung der Frisur wird das sogenannte Backcombing verwendet, indem die Haare wiederholt gegen die Haarwuchsrichtung gekämmt werden. Eine weitere Methode wäre die Anwendung von Reibungen der Haare auf die Kopfhaut oder zwischen den Fingern. Akzente kann man jeweils mit Muscheln und Perlen aus Holz, Metall oder anderen Materialien setzen.

Dreadlocks haben ihren Ursprung aus der Rastafari-Bewegung, Anfang der 30er Jahre. Mythen besagen, dass die Rastafari verfilztes Haar trugen aufgrund des Glaubens an die Verleihung von Macht und Stärke, wie es der Israelitenführer Samson, aus der Bibel hatte. Ein weiterer Mythos besagt, dass die Rastafari sich bewusst von dem Schönheitsideal der britischen Kolonialmacht, abgrenzen wollten und somit durch die Frisuren, bewusst Abneigungen provozieren wollten. Daher erhielt die Frisur den Namen “Dread”locks (= furchtbar). Durch den Erfolg der Reggae-Musik im Lauf der Jahre, haben sich in der heutigen Zeit, unter anderem, die Dreadlocks zum Symbol der Rastafari entwickelt.

Lockige Haare

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Bei Haarverlängerung mit lockigen Kunsthaaren, hängen sich die Locken zum Glück, nicht schnell wieder aus. Lockige Haarfrisuren sind zeitlos, sehen gut aus kommen in eiligen Situationen meist als letzte Rettung zum Beispiel, wenn man kein passendes Accessoires zum Outfit gefunden hat. Ein wenig Puder im Gesicht und vielleicht ein Blümchen in den Haaren, untermauert das Sprichwort: „Weniger ist mehr“, neu.

Der blanke Wahnsinn

Shitstorm der Woche ist und bleibt einfach mal Kim Kardashian´s blanker Hintern, der in voller Pracht das Cover von dem amerikanischen Magazin Paper schmückt. Die neue Ausgabe zirkuliert im Netz und hat weltweit für Aufsehen gesorgt.

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Wie man es auf dem Foto sehen kann, balanciert der Reality-TV-Star einen Glas Champagner auf ihrem Hinterteil, während sie eine Flasche Champagner knallt.

Das Foto hat jedoch einen sexistisch- rassistischen Unterton und erinnert an Sarah Baartman.

Sarah oder auch Saartje Baartman (1789-1815) erhielt in der Vergangenheit eine grosse Berühmtheit. Im Jahre 1810 wurde die Südafrikanerin, aufgrund ihrer anatomischen „Besonderheiten“ nach Europa gebracht und zur Schau gestellt. „Berühmt“ wurde sie mit dem Namen Hottentot Venus.

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Mit 26 Jahren verstarb sie aufgrund einer angeblichen Lungenentzündung. In Frieden durfte sie jedoch nicht ruhen, denn nach ihrem Tod wurde sie medizinisch seziert und konserviert. Bis 1970 konnte man sie im Museum de L´homme in Paris besichtigen.  Traurig aber wahr. (http://www.museedelhomme.fr/)

Frauen sollten nicht auf ihre körperlichen Attribute reduziert werden, sondern für ihre Stärken und Intelligenz geachtet werden. Dass, wir aber in der Ära der Big Booty sind ist keine sonderliche Neuigkeit. Sei es Squat-Übungen oder Implantate. Weiße Frauen popularisieren, was schwarze Frauen schon immer hatten. Somit ist dies das jüngste Beispiel der kulturellen Aneignung der Mainstream-Medien.

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Das Motto ist und bleibt derzeit:

„Make it right, make it tight, make the booty alright“.

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In der heutigen Zeit, reissen sich schwarze Frauen wortwörtlich selbst drum – um jeden Preis, eine Rolle als halb nacktes, billiges, hübsches Püppchen in den Hip Hop Videos der Rapper zu erscheinen. Noch trauriger aber leider auch wahr.