Afrikanischer Einheitstag 2016

Happy Birthday Africa! Der 25. Mai ist ein besonderer Tag. Er ist ein jährlicher Erinnerungstag an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit vor 53 Jahren. Somit kamen gestern in Dortmund, Afrikanische Vereine zusammen und führten eine Konferenz mit eingeladenem Botschafter durch.

Der Fokus der Tagung beinhaltete einen Diskurs über die  Zukunft der afrikanischen Flüchtlinge und die Ursachen der Flucht nach Deutschland. Das Thema Bildung war sowohl als auch der Schwerpunkt diskutierter Themen. Den Organisatoren von African Tide Union e.V. ist es von besonderer Bedeutung, eine internationale Gesinnung und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens zu fördern. Darüber hinaus fördert der Verein einen aktiven Austausch zwischen Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund in Schulen, Kindergärten und Begegnungszentren.

Um MigrantInnen in Deutschland, insbesondere aus den Ländern des afrikanischen Kontinents zu mobilisieren, werden Projekte unterstützt und durchgeführt.  Fragen wie: Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für Afrika, um die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit der Jugendlichen abzubauen? wurden aufgegriffen.

Das Ziel der Konferenz ist es die aktuelle Situation und die Perspektive der Migrationspolitik aus der Sicht der afrikanischen Länder zu erfassen und zur konkreten Lösung der Fluchtprobleme bei zu tragen.

Morgen sind verschiedene nicht-öffentliche Workshops von BotschafterInnen vorgesehen, wovon die Ergebnisse dieser Workshops im Plenum diskutiert werden und zum späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird.

5. AYE Award- Germany

Am Samstag, den 21. November lud die Hansestadt Hamburg zum 5. African Youth Education Award in die Räumlichkeiten der IHK ein. Sieben Studentinnen und Studenten mit afrikanischen Wurzeln wurden für den Beginn eines Studiums und ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet. In Kooperation mit Top Afric Radio und Desmond John Beddy möchten sie junge Afro-Deutsche anspornen, Wert auf eine gute Ausbildung in der Schule, im Beruf und im Studium, zu legen. Die Biografien der sieben PreisträgerInnen haben das Publikum und die Jury sehr beeindruckt und sorgten für viel Freude.

Die Preisträger:

  • Simon aus Ghana – Wirtschaftsinformatik
  • Lisa aus Nigeria – Rechtswissenschaften
  • Jacqueline-Anna aus Ghana – Sozialökonomie
  • Erick aus Nigeria/Polen – BWL
  • Janice Luciana aus Angola – Media Management
  • Nadia aus Togo/Ghana – Sprache, Kultur & Translation
  • Alexandra aus Ghana – Molecular Science

Zu den geladenen Gästen zählten Persönlichkeiten wie:

  • SPD-Politikerin, MdB & Staatsministerin, Aydan Özogüz
  • Botschafter der Republik Ugandas in Deutschland, Marcel Tibaleka
  • HIBB-Protokollchefin, Beate Gröblinghoff
  • SPD-Politiker & Sozialstaatsrat, Jan Pörksen
  • SPD-Fraktionsvorsitzender, Falko Drossmann
  • Bildungsreferentin der Schulbehörde Hamburg; Irene Appiah
  • Unternehmer, Adeyemi Ademuyiwa
  • CDU-Vorsitzender, Huy-Tam Van
  • Unternehmer, Dr. Benjamin Armah

Es wurden Vorträge zu der dualen Ausbildung in Deutschland, zu Bildungsmöglichkeiten in Deutschland, zur Integration der afrikanischen Gesellschaft in Hamburg und zu der Integrationspolitik auf Bezirksebene gehalten.

Für Unterhaltung sorgten die Sänger Benny, Melissa, Don und Leslie. Sie erfreuten die rund zweihundert Gäste mit ihrem Auftritt. Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt und man konnte den Abend in vollen Zügen geniessen.

Der Veranstalter Desmond-John Beddy wünscht, dass sich in Zukunft mehr Schwarzafrikaner um ihre schulische Aus- und Fortbildung kümmern, um somit die derzeitig niedrige Prozentzahl der Anteilnahme von Schwarzafrikanern an deutschen Hochschulen zu verbessern.

Mit dem Verleih des AYE Awards sollen die PreisträgerInnen motiviert werden, und auf professionelle Hilfe aufmerksam gemacht werden, die Ihnen zur Seite steht, um sie zu fördern und zu fordern. Denn der Besuch einer Hochschule dient sowohl der Pflege der Wissenschaft und der Kunst durch Forschung als auch Lehre sowie der beruflichen Aus- und Fortbildung.

Zum Schluss des Abends wurde ein Appell an die Eltern ausgerichtet, zum Erfolg der schulischen Laufbahn ihrer Kinder beizutragen, indem sie dieses in Rat und Tat zur Seite stehen. Zudem sollten sie ihre Kinder wissen lassen, dass der Migrationshintergrund kein Hindernis ist, solange man die Bildung als“ das A und O sieht“, da dieses mit etwas Glück im Leben der „Schlüssel zum Erfolg“ sein kann.

Es ist Raum für Verbesserung der Veranstaltung da, denn die Frage bleibt offen, ob die Studenten tatsächlich Nutzen von gebotener Hilfe machen werden und von sich aus motiviert bleiben ihr Studium abzuschliessen. Die Teilnehmeranzahl und unter welchen Kriterien, die Kandidaten in das Auswahlverfahren kommen, möge in Zukunft mit mehr Klarheit ausgelegt werden, damit mehr Kandidaten aus verschiedenen Ländern Afrikas erreicht werden.

Was aus den PreisträgerInnen der vorherigen vier Verleihungen des AYE Awards geworden ist, mag eventuell im nächsten Jahr aufgedeckt werden und mit in das Programm einbezogen werden, damit man über deren Verbleib aufgeklärt wird. Bildung ist zwar der „Schlüssel zum Erfolg“, jedoch wird jeder trotzdem “seinen Weg für sich gehen“.

 

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African Diaspora Cinema, Köln

Es geht los, es geht los! Die African Diaspora Cinema-Reihe wird heute von der Schirmfrau und Regisseurin; Dyana Gaye eröffnet. Das Filmschaffen der afrikanischen Diaspora hat viel zu bieten. 42 Filme von RegisseurInnen afrikanischer Herkunft aus 5 Kontinenten und 28 Gäste in sechs  Kölner Locations sind somit in einem zehntägigen Programm zu sehen.

Nun hier ein kleiner oder doch wohl eher gesagt großer, jedoch detaliert verfasster Überblick des vollen Programms für euch:

PROGRAMM

17.09          21:00 Filmforum Museum Ludwig für 7€

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MEURTRE A PACOT

Länge:         130 Minuten

Ein Spielfilm über die Auswirkungen des Erdbebens in Haiti 2010.


18.09          18:30           Filmforum NRW Museum Ludwig Köln für 7

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DIE ARIER

Länge: 92 Minuten

Mit der entwaffnend offenen Art der Afrodeutschen Regisseurin Mo Assumang gelingt ihr ein tiefer Blick in die Seele des Rassismus. Der Film dokumentiert eine persönliche Reise, bei der Sie es versucht herauszufinden, was hinter der Idee vom Herrenmenschen‘ steckt. Sie begibt sich zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reist zu den wahren Ariern in den Iran, trifft sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten und begegnet dem Ku Klux Klan.

18.09          21:00           Filmforum Museum Ludwig Köln für 7

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DES ETOILES

Länge:         88 Minuten

Turin, Dakar, New York – drei Städte, drei Geschichten über die Fremde, eine Migrations- und Dreiecksgeschichte der besonderen Art: Die junge Sophie verlässt Dakar, um mit ihrem Mann Abdoulaye in Turin zu leben. Der mit großer Leichtigkeit erzählte Film bietet einen selbstbewussten und unaufgeregten Blick auf die Licht- und Schattenseiten der weltweiten Migrationsbewegungen.


19.09          16:00                    Filmforum Museum Ludwig für 7

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RAÇA

Länge:         104 Minuten

Nirgendwo sonst in der weltweiten Diaspora leben so viele Menschen afrikanischer Herkunft wie in Brasilien. Die rund 100 Millionen AfrobrasilianerInnen stellen die Hälfte der Bevölkerung, werden aber sozial und politisch bis heute ausgegrenzt und diskriminiert. Der Dokumentarfilm zeigt dies am Beispiel von drei ProtagonistInnen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Gleichberechtigung von Schwarzen in Brasilien einsetzen.

19.09          18:00          Filmforum Museum Ludwig für 7€

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LIKE A MAN ON EARTH

Länge:         60 Minuten

In diesem Dokumentarfilm schildert der Äthiopier Dagmawi Yimer die dramatischen Erlebnisse, die er und andere Flüchtlinge bei der Durchquerung der libyschen Wüste hatten. In einem Video-Workshop für MigrantInnen lernte er, seine dramatischen Erlebnisse mit cineastischen Mitteln zu erzählen.

19.09          20:00          Filmforum Museum Ludwig für 7

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RED LEAVES                

Länge:         80 Minuten

Der Debütfilm porträtiert einen 74-jährigen Äthiopier, der auch 28 Jahre nach seiner Einwanderung nach Israel noch unverrückbar an traditionellen Rollenverteilungen festhält, wie er sie aus seinem Heimatland kennt. Nach dem Tod seiner Frau verkauft er seine Wohnung, um sich abwechselnd bei seinen Kindern einzuladen. Aber die führen mit ihren Familien längst ihre eigenen Leben, in denen der Patriarch keinen Platz mehr findet.

19.09          22:15           Filmforum Museum Ludwig für 7

SHORT FILM NIGHT

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BAMAKO-SAINT-AFRIQUE

Länge: 15 Minuten

Was passieren könnte, wenn Afrikaner eine Rally wie Paris-Dakar durch Frankreich veranstalten würden, zeigt diese Komödie mit ernstem Hintergrund.

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DEEPER THAN BLACK

Länge: 25 Minuten

Ein Film über die afroamerikanische Kultur.

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KING OF GUANGZHOU

Der Kurzspielfilm offenbart, dass es Einwanderer aus Afrika auch in China schwer haben, auf legalem Weg an Aufenthaltspapiere zu gelangen.

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WHY DO YOU WANT TO SEE MY FACE?

Länge: 9 Minuten

Ein Film über die Fragestellung der australischen Gesellschaft zur sozialen Stelung afrikanischer Flüchtlinge.

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AISSA`S STORY

Länge: 15 Minuten

Eine Story, die an die Vergewaltigung einer schwarzen Hotelbediensteten durch den ehemaligen IWF-Chef erinnert und erzählt das Drama aus der Perspektive der betroffenen Frau.

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YOUTH DIASPORA VOICES: SADAK ABUKAR

Länge: 9 Minuten

Eine Präsentation positiver Beispiele für die Selbstorganisation von Einwanderern aus Somalia in den USA.

 

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THE YOUTH

Länge: 9 Minuten

 Die Erzählung von einem schwarzen Hochschulabsolventen, der seinen Weg zur Veränderung der Gesellschaft erst noch finden muss.

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KUHANI

Länge: 7 Minuten

Ein Kurzfilm über die Homophobie in Uganda.

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THE CESSATION

Länge: 16 Minuten

Ein Film, der daran erinnert, dass es auch in vielen Regionen Afrikas große Communities von MigrantInnen aus anderen afrikanischen Ländern gibt – so z. B. in Südafrika von Kriegsflüchtlingen aus Angola.

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MADE ONLY OF AFRICAN

Länge: 5 Minuten

Ein visuelles Poem über die Reichhaltigkeit der afrikanischen Kultur und die Schönheit der schwarzen Hautfarbe.


20.09              13:00              Filmforum Museum Ludwig für 7

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TOUISSAINT LOUVERTURE

Länge: 180 Minuten

Ein Film über den erfolgreichen Aufstand von Sklaven, der am 1. Januar 1804 zur Unabhängigkeit Haitis führte, bis hin zu Napoleons Wunsch, die französische Kolonialempire erhalten zu wollen.

20.09              17:00              Filmforum Museum Ludwig für 7

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TANGO NEGRO

Länge: 93 Minuten

Ein Film über die Aufklärung zum Tango, dessen Musik; afrikanische Wurzeln hat und die Ursprünge des Tangos von Sklaven hat.

22.09              19:00              Filmhauskino Köln für 7

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PORTRAIT OF A LONE FARMER

Länge: 75 Minuten

In diesem intensiven Dokumentarfilm wird das Leben eines jungen Mannes in der dänischen Diaspora mit dem Alltag in dem nigerianischen Heimatdorf seines Vaters verglichen. Das Ergebnis ist eine reflexive persönliche Filmerzählung,

22.09              21:00              Filmhauskino Köln für 7

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ITAR EL-LAYL

Länge: 93 Minuten

Ein Film über ein Waisenkind aus Zentral-Marokkos, die an einem Kleinkriminellen verkauft wird und er sich nun samt ihr und seiner Freundin, auf dem Weg zu Menschenhändlern nach Europa machen.


23.09              19:00              Filmforum Museum Ludwig für 7

KURZFILMABEND

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LEBE DEINEN ALBTRAUM

Länge: 13 Minuten

Ein Kurzfilm über einen Angriff von Neo-Nazis auf einen schwarzen deutschen Musiker, der für alle Beteiligten ein überraschendes Ende nimmt.

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BEENTO

Länge: 24 Minuten

Der autobiografische Kurzspielfilm erzählt davon, wie sich das Leben der Eltern einer ghanaisch-deutschen Frau in der DDR abspielte.

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KNIFFEL

Länge: 8 Minuten

Ein Kurzfilm über eine humorvolle schwarz-weiße Begegnungen in einer Familie.

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TARIKS GENDERKRISE

Länge: 20 Minuten

Auf seinem YouTube-Kanal postet er wöchentlich Videos und hat dabei eine klare Botschaft: Genderlove! In seinen witzig-ironischen Clips tritt der Blogger stets selbst an Schauplätzen rund um Köln vor die Kamera und kommentiert aktuelle Themen.

23.09          21.00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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MOLOCH TROPICAL

Länge: 107 Minuten

In diesem Augenblick der Geschichte offenbart sich Menschen das wahre Wesen ihrer Existenz, ihrer Ängste und Hoffnungen insbesondere angesichts der Einsicht, dass es keine Spielräume mehr für Tricks gibt. Es zeigt wie sich der letzte Tag eines einflussreichen Mannes anfühlt, dessen Macht niemals in Frage stand und der auf einmal in einen Strudel von Ereignissen gezogen wird, die er nicht kontrollieren kann?


24.09          19:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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BOUND: AFRICANS VS AFRICAN AMERICANS

Länge: 90 Minuten

In diesem Dokumentarfilm geht es darum wie sich die alt eingesessenen AfroamerikanerInnen und neu eingewanderten AfrikanerInnen sehen und verstehen.

24.09          21:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

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WÒCH NAN SOLEY

Länge: 95 Minuten

Dieses Spielfilm-Debüt erzählt drei miteinander verwobene Geschichten über die enttäuschte Liebe von Paaren mitten im Leben zwischen den USA und Haiti.


25.09          17:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

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THROUGH A LENS DARKLY: BLACK PHOTOGRAPHERS AND THE EMERGENCE OF A PEOPLE

Länge: 90 Minuten

Diese Dokumentation untersucht die Bedeutung der Fotografie und die Rolle schwarzer FotografInnen für die Identitätsstiftung, Hoffnungen und den Kampf um gesellschaftliche Gleichstellung von AfroamerikanerInnen. Ein kritischer Rückblick auf die letzten 175 Jahre der US-Geschichte aus afroamerikanischer Sicht geliefert.

25.09          19:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

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AFRODEUTSCH

Länge: 10 Minuten

Der Film ist ein cineastisches Statement nach einem Song des Schauspielers und Musikers Tyron Rickets. Er wurde als Hauptdarsteller der ZDF-Krimiserie SOKO LEIPZIG bekannt und gehörte 2001 zu den Mitbegründern der antirassistischen Musikerinitiative Brothers Keepers.

25.09          19:30           Filmforum Museum Ludwig für 7

PODIUMSDISKUSSION

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ICH SEHE WAS; WAS DU NICHT SIEHST – SCHWARZE DEUTSCHE IN MEDIEN UND GESELLSCHAFT

Nach dem Film AFRO DEUTSCH folgt die Diskussion über Fragen wie:

  • Wie empfinden schwarze Filmemacher ihre Wahrnehmung und Stellung in den Medien?
  • Welche Klischees nehmen sie wahr?
  • Gibt es nach wie vor Standardrollen für schwarze SchauspielerInnen?
  • Was würde sich ändern, wenn mehr Filme von und mit Schwarzen produziert würden?
  • Kann man als Schwarzer Deutscher Filme machen, die nichts mit der eigenen Identität oder dem Thema Rassismus zu tun haben?
  • Und darf man Witze über „political correctnessmachen oder gibt es Grenzen des Humors und der Kunst?

25.09          22:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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DANBÉ, LA TETE HAUTE

Länge: 88 Minuten

Bei einem vorsätzlich gelegten Feuer in der Pariser Wohnung einer Familie malischer Herkunft kommen viele Menschen ums Leben. An den Folgen einer Rauchvergiftungen sterben umso mehr. Augrund des Schmerz und Trauer der jüngsten Tochter, die den Brand entkommen ist und überlebt hat, hat sich ihr Verhalten mit der Zeit in eine schwer beherrschbare Aggression umgeschlagen. Erst als sie von einem Boxtrainer angenommen wird, schafft sie es, ihre Wut im Sport auf ein Ziel zu richten. Sie trainiert hart und arbeitet sich nach vorne, bis sie schließlich beim alles entscheidenden Kampf um den Weltmeistertitel im Ring steht. Der Film beruht auf einer wahren Begegenheit.


26.09          16:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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VA PENSIERO

Länge: 56 Minuten

Der Film erinnert an zwei rassistische Überfälle in Mailand und Florenz und die darauf folgenden schmerzhaften Versuche der Opfer, in ihren normalen Alltag zurück zu kehren. Der aus dem Senegal stammende Mann lebte schon 14 Jahre in Italien, als er eines Morgens mitten in Mailand niedergestochen wurde. Zwei weitere Migranten aus dem Senegal, wurden in Florenz während ihrer Arbeit auf dem San Lorenzo-Markt angeschossen.

26.09          16:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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BLUES IN SCHWARZ – VIER SCHWARZE DEUTSCHE LEBEN

Länge: 37 Minuten

Die Dokumentation Blues in Schwarz Weiß verschafft den Betrachtern einen tiefen Einblick in das Leben von vier Schwarzen Menschen. Als authentisches und zeitgleich inspirierendes Dokument lassen sich ihre Meinungen und Aussagen verstehen.

26.09          18:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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BRÛLE LA MER

Länge: 75 Minuten

Im Maghreb werden Flüchtlinge, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, „Harraga“ genannt. Wörtlich übersetzt bezeichnet dies Menschen, die alles „verbrannt“ hinter sich lassen: ihre Herkunftsländer, Landesgrenzen, Papiere und das Meer.

26.09          20:00           Filmforum Museum Ludwig für 7

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FIÈVRES

Länge: 90 Minuten

EIn13 jähriger Junge steht auf Kriegsfuß mit den Erwachsenen und mit sich selbst. Ein Film von Gewalt, aber auch voll von Poesie und Lust am Leben.


27.09          16:00           King Georg Köln für 5

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LESUNG: MARIUS JUNG

Der Kölner Kabarettisten und Autors Marius Jung über sein Buchdebüt, Alltagsrassisten und absurde Verhaltensvorschriften.

Weiteres: http://www.filme-aus-afrika.de/DE/home/

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Ghana Girls im Gespräch

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Die Fernsehsendung „Hier und Heute“ des Westdeutschen Rundfunks zeigt ab heute Abend, den 24.08 bis Freitag, den 28.08 eine Reportage über drei ghanaische junge Frauen, die in Nordrhein – Westfalen leben; wie sie ihren Alltag beschäftigen und vor allem was sie bewegt.

Anita, Biggi und Rika zeigen wie sie ihr Leben als Afrodeutsche mit ghanaischer Herkunft planen um ihre Träume zu verwirklichen. Anita, die zum Beispiel, ihr Studium für ihre neu entdeckte Leidenschaft als Friseurin aufgeben möchte; Biggi, die nach ihrem erstmalig Langaufenthalt in Ghana, nun einen guten Vergleich zu ihrem Leben in Deutschland machen kann und Rika, die das Privileg hat, zwei fürsorgliche Frauen in ihrem Leben zu haben, die ihre Mütter sind. Ihre eigene und ihre deutsche Pflegemutter.

Die Sendung mit Reportage- und Dokumentationsformat wird täglich von Montag bis Freitag um 18.05 Uhr und am Samstag um 18.20 Uhr ausgestrahlt. Die Themen haben meist entweder einen regionalen, aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Bezug. Unter der Woche in der Form einer 15-minütigen Reportage und am Samstagabend in der Form einer 30-minütigen Dokumentation.

In wiefern die Familie und Freunde das Leben und den Alltag der Mädels begleiten lässt sich ab heute um 18.05 Uhr zeigen. Schaltet ein. Nicht verpassen.

Ghana Girls – Folge 1 bis 5, WDR 24.08.2015 – 28.08.2015       18.05 Uhr – 18.20 Uhr

Eine Doku-Serie von Tanja Reinhard und Jörg Laaks

Bildergalerie: Afro Ruhr Festival 2015

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Das diesjährige Afro Ruhr Festival 2015, hat sich trotz dem Streik der Sonne zu einem gelungenem Wochenende entpuppt. Die Kombination von guter Musik und leckerem Essen, kann der vorprogrammierten guten Laune und Freude nicht im Weg stehen.

Freunde, Familie, Afrika-Interessenten, Künstler, Musiker und und und..fanden am Freitagnachmittag des 29. Mai bis Sonntag, den 31. Mai im Dietrich-Keuning Haus in Dortmund zusammen.

Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Vielfalt und Toleranz“ sorgte das volle Programm mit Eröffnung des Afrika Basars bis hin zu Livemusik, Workshops und Aktivitäten. Zu den Highlights gehörten mit absoluter Sicherheit die Autogrammstunde der international bekannten Musikband Culcha Candela, welches die jüngeren Fans in Euphorie stimmte. Der legendäre Jazz- und Weltmusikpionier Hugh Masekela hebte somit auch für die Erwachsenen Musikliebhaber die Stimmung.

Kudos an die Veranstalterin bzw, dem Allroundtalent Dr. Veye Tatah und das gesamte Team für das Repräsentieren der afrikanischen Diaspora in Deutschland in der Form von Musik, Kunst; Kultur und Bildung.

Die Entdeckungstour nach „Afrika in Dortmund“, wird Sie ganz bestimmt auch im nächsten Jahr einladen. Versprochen.

Haare im Wandel

Afrikanische Haarfrisuren liegen mir als Afrikanerin besonders am Herzen. Die Hauptursprünge der Frisuren liegen in afrikanischen Volksstämmen. In den verschiedensten Kulturkreisen entstanden die Frisuren aus religiösen oder spirituellen Gründen. Sei es bei Afrikanern, Indianern, Buddhisten oder den antiken Kelten; Frisuren aus geflochtenem Haar, kamen in der Geschichte der Menschheit immer wieder vor.

In der heutigen Zeit werden die Frisuren jedoch aus Mode getragen. Wie heisst es doch gleich? „Wer schön sein will muss leiden“, denn die Flechtfrisuren sind manchmal schmerzhaft für die Kopfhaut. Durch die starke Zugbelastung auf die Kopfhaut,  halten die Kopfschmerzen bis maximal drei Tage. Das widerum hängt von der Sensibilität der Kopfhaut jedes Einzelnen und der Vorsicht der Friseure ab. Das Flechten von Frisuren kann zudem auch bis zu zehn Stunden dauern. Der Aufwand der Herstellung, richtet sich jedoch nach der eigentlichen Frisur, der Haarlänge und Anzahl der Zöpfe.

Im Laufe der Jahre habe ich zahlreiche Frisuren ausprobiert. Das Experimentieren mit meinen Haaren, bereitet mir jedesmal aufs Neue, grosse Freude. In einer Sammlung von Bildern, möchte ich euch nun gerne, meine aktuellsten Frisuren zeigen und eine Erläuterung zur Herstellung geben.

Bevor ich euch auf eine Reise durch den Wandel meiner Haarfrisuren mitnehme, habe ich eine Webseite zu empfehlen, die in einer Reihe von Bildern, die Vielfalt an Frisuren mit naturkrausen und lockigen Haaren, in kunstvoller Ästhetik zeigt. Die Arbeit der Fotografin namens Jamala Jones, wurde bereits mit mehren Awards für ihren Beitrag zu Mode, Kunst und Kultur, in der Form ihrer Kuration ausgezeichnet. Hier der Link: http://lecoil.com/

Meine Bilderreihe:

Geglättete Haare

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In der Vergangenheit empfand ich geglättetes Haar als „pflegeleicht“. Mit Glättungscremes wird einem mit seinem „Problem“ weitergeholfen. Chemische Verfahren, die einer Dauerwelle ähneln, verändern die Haarstruktur und können das krause Haar längerfristig glätten. Die Glättung hält in der Regel ein paar Monate und hat den Vorteil, dass wertvolle Zeit beim Stylen der Haare gespart wird. Die Haare sehen somit glatt und „besser“ gepflegt aus. Aufgrund der Unterzahl an qualifizierten afrikanischen Friseuren in unserem Umfeld und dem Schönheitsbild in der westlichen Welt, beginnt die Pflege der Haare schon in der Kindheit mit Cremes. Je nach der individuellen Haarstruktur kommen unterschiedlich starke Cremes für die Haarglättung zum Einsatz. Nimmt man zu schwaches Haarglättungsmittel tritt der gewünschte Erfolg nicht ein. Bei zu starkem Auftragen kann die Haarstruktur jedoch beschädigt werden.

Natur-Haare

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Im Gegensatz zu europäischen Haaren wächst afrikanisches Haar voluminöser und kräuseliger. Durch diese Kräuselung ist die Oberfläche etwas rauer und macht es anfälliger für Haarbruch. Die Einsicht, meine Naturhaare zu lieben, pflegen und zu akzeptieren, wie sie sind, kam erst in meinem Alter von 20 Jahren. Mein Haar braucht also eine Extraportion Pflege und sanfte Behandlung, damit es seine volle Schönheit entfalten kann. Da man heutzutage allerdings Information im Überfluss kriegt, ist das Pflegen der Naturhaare kein Problem mehr. Man stellt fest, dass sich Afro-Hairstyles ohne große Frisieraufwände, verwirklichen lassen.

Haarverlängerung

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Das eigene Haar mit Echt- oder Synthetikhaar zu verlängern, lässt die Haare kräftiger aussehen und ist modisch angesagt. Die Basis der Frisur beginnt mit Cornrows / Corn rolls, wobei die eigenen Haare, eng an der Kopfhaut zum Zopf geflochten werden. Die Verlängerungen werden im Anschluss entweder mit Clips befestigt, geklebt, mit Faden eingenäht oder mit einem Häkel gebunden.

Geflochtene Haare

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Rastazöpfe, Braids oder Rastas, alle diese Begriffe bezeichnen die Flechtfrisuren, die aus vielen Flechtzöpfen besteht und in der Regel mit einer drei-strähnigen Flechttechnik geflochten werden. Es gibt beim Flechten von Braids unterschiedliche Stile, Arten und Varianten: Sehr dicke Braids wurden nach ihrem Ursprungsort, Casamas im Senegal benannt. Die Mehrheit betitelt dies jedoch einfach mit Senegalese Braids oder Medium Sized Braids oder Box Braids. Sehr dünne Braids beschreibt man mit Micro Braids oder klärt die Friseurin, bildlich einfach auf. Braids, bei denen nur etwas über das Eigenhaar geflochten wird, sagt man Open Braids, da der Rest des Haares offen gelassen wird. Für die Haltbarkeit der Braids ist die Flechttechnik des Ansatzes entscheidend.

Gedrehte Haare

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Drehzöpfe sind meine Lieblingsfrisur, da die Textur der Kunsthaare meinem Naturhaar gleicht und somit im Gesamtbild natürlich wirkt. Ohne die Haarsträhnen zu drehen sehen sie fülliger und weicher aus. Mit dem Drehen der einzelnen Strähnen sehen sie straffer aus.

Verfilzte Haare

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Der natürliche Vorgang bei krausendem Haar, führt zur Verfilzung, wenn die Haare nicht gekämmt werden. Da ich meine Frisur, rein aus Mode getragen habe, wurde bei mir Wolle verwendet und wird Faux Locks genannt. Wenn man sich für Locks entschieden hat, kann man diese nämlich nur wieder loswerden, indem man sie abschneidet.

Zur künstlichen Herrstellung der Frisur wird das sogenannte Backcombing verwendet, indem die Haare wiederholt gegen die Haarwuchsrichtung gekämmt werden. Eine weitere Methode wäre die Anwendung von Reibungen der Haare auf die Kopfhaut oder zwischen den Fingern. Akzente kann man jeweils mit Muscheln und Perlen aus Holz, Metall oder anderen Materialien setzen.

Dreadlocks haben ihren Ursprung aus der Rastafari-Bewegung, Anfang der 30er Jahre. Mythen besagen, dass die Rastafari verfilztes Haar trugen aufgrund des Glaubens an die Verleihung von Macht und Stärke, wie es der Israelitenführer Samson, aus der Bibel hatte. Ein weiterer Mythos besagt, dass die Rastafari sich bewusst von dem Schönheitsideal der britischen Kolonialmacht, abgrenzen wollten und somit durch die Frisuren, bewusst Abneigungen provozieren wollten. Daher erhielt die Frisur den Namen “Dread”locks (= furchtbar). Durch den Erfolg der Reggae-Musik im Lauf der Jahre, haben sich in der heutigen Zeit, unter anderem, die Dreadlocks zum Symbol der Rastafari entwickelt.

Lockige Haare

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Bei Haarverlängerung mit lockigen Kunsthaaren, hängen sich die Locken zum Glück, nicht schnell wieder aus. Lockige Haarfrisuren sind zeitlos, sehen gut aus kommen in eiligen Situationen meist als letzte Rettung zum Beispiel, wenn man kein passendes Accessoires zum Outfit gefunden hat. Ein wenig Puder im Gesicht und vielleicht ein Blümchen in den Haaren, untermauert das Sprichwort: „Weniger ist mehr“, neu.