Mauern – wen sie trennen, wem sie nützen

Was ist eine Mauer? Wenn man dieser Frage auf den Grund geht lässt sie sich schnell beantworten. Sie erfüllt lediglich ihre Funktion, Bereiche entweder räumlich zu trennen oder zu begrenzen. Traditionell von Maurern erstellt, gleicht es in der heutigen Zeit dem Berufsbild eines Politikers. Sie sorgen für Grenzbarrieren zwischen vielen Ländern, Schutz und Ordnung.

Wir befinden uns in ziemlich unruhigen Zeiten aufgrund der politischen Lage in Deutschland und Europa. Flucht ist somit eines der großen und drängenden Themen unserer Zeit. Durch die hoffnungslosen Lebensumstände von Menschen, sehen sie sich gezwungen, ein neues Zuhause zu suchen. Menschen, die in ein fremdes Land flüchten, stoßen meist zudem noch auf soziale und kulturelle Unterschiede, die für das gesamte Umfeld, ungewollt zur Spannung führt.

Es droht ihnen eine Armut, eine Ungebildetheit, die an die nächsten Generationen weitergeht und somit eine Ausgrenzung. Nach Ansicht vieler Bürger, zählen diese Entwicklungen zu einer gescheiterten Flüchtlingspolitik. Geflüchtete werden in vielerlei Hinsicht hilfsbereit empfangen, aber dennoch gibt es besorgte Bürger in Europa.

Im Wandel der Zeit kann man sagen, dass Wände dich nur von denen schützen, die nicht herausgefunden haben, wie man Tunnel baut. Im politischen Sinne bietet eine Mauer nur das Gefühl von Schutz und sorgt für Trennung in vielerlei Hinsicht.

Freundschaft

In Bezug auf mein Leben, meine Umgebung und mein Umfeld gibt es kein Schwarz-Weiß-Denken. Kinder bilden unterbewusst keine Mauern, wenn es zum Beispiel um Freundschaften geht, somit war es mir wichtig, gerade als Erwachsener davon zu lernen. Freund- und Bekanntschaften zu bilden ist das schönste Geschenk im Alltag. Das Schließen von Freundschaften belehrt und bereichert uns im Leben. Eine Bereicherung indem man viele verschiedene Persönlichkeiten kennenlernt und ein multikulturelles Miteinander pflegt.

Mauern – wen sie trennen

Eine Grenze bedeutet oft Trennung von Arm und Reich und die Illusion, die Guten von den Bösen zu trennen. Angst hat Mauern, Mut reißt sie auf. Mauern trennen Menschen von denen, die eine Veränderung wollen. Fragen sollte man sich, was hilft uns, wenn das, woran der Mensch sich halten möchte, nicht mehr hält? Keine Mauer jedenfalls auf die Dauer.

Mauern – wem sie nützen

Letztendlich bleiben die Fragen, ob man im Nachhinein darüber nachzudenken hat, was man alles hätte besser machen können. Hätte ich mich vor fremden Kulturen doch nicht verschließen sollen? Hätte ich mich eventuell mit einer Offenheit persönlich weiterentwickelt? Hätte ich ein besseres Verständnis für andere oder dem „Anders“ sein? Die Redensart „Hätte, hätte, Fahrradkette“, würde einem somit bei einer Wunschvorstellung bleiben.

Für mich ist Fakt, sowie man sich mit einer Mauer vor Fremden und Bösen trennt, wäre es traurig, sich selbst als Mensch gegenüber Menschen mit anderen Denkweisen oder auch Kulturen zu verschließen. Weder meine Hautfarbe, noch der Freundeskreis, sollte ein Thema sein und somit die Herkunft von Geflüchteten auch nicht. Das Einzige was abfärben darf ist Freundschaft und Heimat ist dort wo man sich wohlfühlt.

In meinem Fall, ist es die schönste Stadt am Rhein, Düsseldorf. Als gebürtige Düsseldorferin mit afrikanischen Wurzeln, bin ich froh, keine Mauer im Weg zu haben. Mich prägt ein Leben in einer Diversität an Freunden und Bekannten und ich schätze die facettenreiche Partnerschaft von NRW mit Ghana; dem Herkunftsort meiner Familie.

Bildergallerie (Photo Credit: W.A. Koopmann)

Freund- und Bekanntschaften – Ohne Grenzen. Durch eine Mauer wären wir getrennt.

Meine kurze Selbstpräsentation

Weihnachtszeit

Zur Weihnachtszeit feiern Millionen von gläubigen Menschen auf der ganzen Welt die Geburt Christi. In Deutschland wird Weihnachten mit Worten wie: Familie, Nächstenliebe, Fest-der-Liebe, Weihnachtsmann oder Weihnachtsbaum verbunden.

Auch in einigen Teilen Afrikas feiert man Weihnachten mit einem großen Fest. Zwar gehören viele Afrikaner dem Islam und anderen Religionen an, aber in einigen Ländern leben auch viele Christen – zum Beispiel in Ghana.

In Ghana ist Weihnachten eines der wichtigsten und fröhlichsten religiösen Feste, die viele Tage in allen Teilen des Landes dauern. Die Botschaft der Geburt Christus nicht verloren und bleibt im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Die Leute grüßen sich gegenseitig und sagen “Afehiya pa”, was “Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr” bedeutet.

Beginnend vom 20. Dezember bis zur ersten Januarwoche finden viele verschiedenen Aktivitäten statt. Familien dekorieren ihre Häuser und Wohnviertel wie bei uns mit Lampen, Kerzen und funkelndem Schmuck.

In dieser Zeit, ist für schöne Weihnachtsmusik auf der Straße, im Radio, Fernsehen und überall gesorgt. Viele Menschen reisen, um ihre Verwandten und Freunde in anderen Teilen des Landes zu besuchen.

Kirchen sind stark besucht und die Leute kommen in ihrer bunten traditionellen Kleidung. Am Weihnachtstag selbst erreichen die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt: Zuerst gibt es ein Festessen mit der Familie – anschließend ein Gottesdienst mit der gesamten Nachbarschaft.

Zur Vergnügung begeben sich die meisten zum Strand oder feiern generell mit der Familie. Die Bilder gewähren euch Einblick in die Geschehnisse über die Weihnachtszeit von Ghanaer, lebend in Deutschland, England und Ghana. Soweit sogut. Einen guten Rutsch ins neue Jahr euch allen.

Upcoming events – Not to miss

COMMUNITY INVITATION 2016

The Ghana Union Düsseldorf in collaboration with Ghana Council NRW and Verein Junger-Deutsch-Afrikaner are cordially inviting the community to a special conference on Saturday, 1st October 2016 in Düsseldorf which will be followed by a cultural festival.

The associations mentioned above are platforms used to support and encourage Ghanaians in NRW, especially the youth, on education and socio-economic issues.

The main goal is to support and empower Ghanaians in the diaspora to tackle and find sustainable solutions to social problems. It also aims to aid the Ghanaians, Africans in general with smooth and better integration into NRW while maintaining and sustaining their original cultures.

The focus of this year´s premier inaugural conference and festival is to encourage and engage the youth in activities that would lead to growth and better integration of the African diaspora a particularly in NRW.

Your active participation will be hugely appreciated as it would help to create and promote more awareness.

The day is fully planned out, ranging from dialogues between attorneys and youths, to rich cultural displays, open discussions, music, food and dance.

All members of German NRW community as well people from diverse nations and cultures are welcomed so feel free to come to support and participate in the development and strengthening of the network of the African diaspora in NRW.

Links: http://www.vjda.de/, https://www.eine-welt-netz-nrw.de/seiten/528/, https://ghanaforumnrw.wordpress.com/, http://ghanacouncilnrw.wix.com/04, http://ugag-1.de/AboutUgag/

Afroshops in DE

„Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt“ und somit darf es schlicht und einfach an gewissen Zutaten für mich als Afrikanerin in Deutschland nicht fehlen.

Zur Einkaufsliste kommen afrikanische Zutaten an erster Stelle. Ein Hindernis für die afrikanische Diaspora in Deutschland zum Essen zu kommen? Nein, denn zum Glück kann man sich da auf die vorhandenen Afroshops verlassen.

Die afrikanische Diaspora in Deutschland ist reichlich mit Lebensmittel der Heimat durch die Afroshops versorgt. Die Shops versorgen die Diasporagemeinschaften aus Subsahara-Afrika, mehr als zufrieden mit ihren favorisierten Produkten. Das kulinarische Umfeld der eigentlichen Heimat wird somit noch mehr geweckt. Sobald Verwandte oder Bekannte in die Heimat fliegen, werden Sie hin und wieder mal darum gebeten eine bestimmte Menge an Lebensmitteln bei der Rückkehr mitzubringen.

Im Vergleich zur Anzahl der Supermärkte und Tante Emma Lädchen in Deutschland, ist ein Afroshop nicht unbedingt in jedem Stadtteil vertreten. Der Kreativität wird somit freien Raum gelassen, wenn einem die afrikanischen Zutaten ausgehen und man zeitlich eingeschränkt ist zum Afroshop zu fahren.

Falls einem die Maniokwurzeln ausgehen, kommt man auch gut mit Kartoffeln aus. Sei es Knödel anstatt Fufu oder Süßkartoffeln anstelle von Kochbananen. Fakt ist, mit Zutaten aus dem lokalen Supermarkt, hat es sich zum Ersatz fürs Erste auch getan und so lässt es sich auch schmecken.

In Düsseldorf zum Beispiel sollte es nicht zu Schwierigkeiten kommen seine Zutaten zu ergattern. Allein am Worringer Platz reihen sich so einige Afro & Asia Shops auf. Ein belebter Ort der ständig von Passanten umrundet wird, sowohl als auch einen zentralen Knotenpunkt für Busse, Bahnen, Autos und öffentliche Verkehrsmittel bietet.

Die meisten Afroshops sind derzeit jedoch in der Krise ihrer Existenz aufgrund dem Nachlass an Kundschaft. Die Konkurrenzrate der asiatischen Geschäfte steigen und bieten die gleichen Produkte für noch billigere Preise an. Man kann nur wünschen und hoffen, dass die Afroshops bestehen bleiben.

 

Afro Women Workshop

What a great Weekend. Being selected as a participant of the Afro Women Workshop in Bonn, which was organized by Migrafrica and EYF, I am grateful to have had the opportunity to learn about leadership. From the 26th – 29th May I can say that the “black girl magic” happened.

Saying this, I mean that the weekend, gave me a reason to celebrate the beauty, power and resilience of black women – in Germany. The workshop, that had taken place, introduced to skills of a social entrepreneur for social inclusion.

With all the participants, one can say that Africa was presented of almost all geographic directions. Ambitioned women from Kenya, Eritrea, Burkina Faso, Uganda, Zimbabwe, South Africa, Ghana, Cameroon, Benin and Ethiopia gathered and “talked business”.

Learning how to act as a social entrepreneur is a long lasting process which needs a structured dialogue, so by discussing the present and future of the African Youth Diaspora in Germany, as also generally in Europe, the realities of many issues and challenges faced, were raised. Issues and challenges covered topics on cultural classism, sexism and lack of professional rising opportunities.

The aim was to find available opportunities to solve this matter of fact. A reasonable start has begun with the encouragement and support of young migrants arriving to Germany by associations as Migrafrica. Migrants will be schooled and advised in ways and steps to establish an integrated stay in Germany.

The project aims to strengthen the African Diaspora youth network in Germany. Changes depend on networking followed by regular meetings.

The main objective of the project for now is to design and establish a permanent online resource mobilization and capacity building tool. This is just the beginning of a journey and with the productive input and contributions to the session; we hope to make things happen. For the benefit for all of us.

Afrikanischer Einheitstag 2016

Happy Birthday Africa! Der 25. Mai ist ein besonderer Tag. Er ist ein jährlicher Erinnerungstag an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit vor 53 Jahren. Somit kamen gestern in Dortmund, Afrikanische Vereine zusammen und führten eine Konferenz mit eingeladenem Botschafter durch.

Der Fokus der Tagung beinhaltete einen Diskurs über die  Zukunft der afrikanischen Flüchtlinge und die Ursachen der Flucht nach Deutschland. Das Thema Bildung war sowohl als auch der Schwerpunkt diskutierter Themen. Den Organisatoren von African Tide Union e.V. ist es von besonderer Bedeutung, eine internationale Gesinnung und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens zu fördern. Darüber hinaus fördert der Verein einen aktiven Austausch zwischen Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund in Schulen, Kindergärten und Begegnungszentren.

Um MigrantInnen in Deutschland, insbesondere aus den Ländern des afrikanischen Kontinents zu mobilisieren, werden Projekte unterstützt und durchgeführt.  Fragen wie: Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für Afrika, um die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit der Jugendlichen abzubauen? wurden aufgegriffen.

Das Ziel der Konferenz ist es die aktuelle Situation und die Perspektive der Migrationspolitik aus der Sicht der afrikanischen Länder zu erfassen und zur konkreten Lösung der Fluchtprobleme bei zu tragen.

Morgen sind verschiedene nicht-öffentliche Workshops von BotschafterInnen vorgesehen, wovon die Ergebnisse dieser Workshops im Plenum diskutiert werden und zum späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird.

Angebot: FSJ bei Youpod

Du planst einen Freiwilligendienst und interessierst dich für Medien?

Dann mach deinen Freiwilligendienst bei der Stadt Düsseldorf und kümmer dich multimedial um Jugendinformation!

Das Jugendinformationszentrum zeTT und das Jugendportal youpod.de informieren Jugendliche über ihr Leben in Düsseldorf und sind Ansprechpartner für Themen wie Freizeit, Bildung, Mitmischen und sind außerdem Vermittler zu Beratungsstellen, Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Organisationen. Dein Einsatzort wäre bei Youpod.

Das erwartet dich:

  • Kennenlernen der Abläufe in der Jugendhilfe, Jugendarbeit & Jugendinformation
  • Schwerpunkt in der digitalen Jugendinformation
  • Kommunikation & Austausch mit anderen Jugendlichen
  • Netzwerken & Austausch mit Freizeiteinrichtungen, Verbänden, Schulen, Vereinen, PädagogInnen und JournalistInnen
  • Kritisches Begleiten aktueller Entwicklungen in der Gesellschaft & anderen Jugendlichen die Möglichkeit dazu geben
  • Freizeit-Tipps auswählen & Möglichkeit zur Orientierung bieten
  • Kreatives Aufbereiten von Jugendinformation
  • Nutzen von Medien wie Video, Audio, Foto & Text
  • Jugendlichen eine Plattform zum Informieren und Mitsprechen bieten
  • Digitalen & technischen Wandel in der Jugendarbeit & in der Kommunikation erleben
  • Seminartage, Taschengeld (Tarif) & Urlaubstage

Start: 1. September 2016

Fragen und Bewerbung mit Lebenslauf bis 30. Juni 2016 an:

jugendfoerderung@duesseldorf.de

Feiern mit Stil – Afrikaner zur Osterzeit

Eines der feierlichen Veranstaltungen unter den Christen weltweit ist die Osterzeit. Es erinnert an Jesus, die Auferstehung Christi von den Toten, wie in der christlichen Bibel geschrieben.

Der Sonntag ist dem gläubigen Christen, dem Gang zur Kirche gewidmet. In verschiedenen Kirchen und Räumlichkeiten treffen sich die Gläubigen jeden Sonntag mit der Gemeinde zum Gebet. Die meisten Afrikaner in Deutschland ordnen sich dem pfingstlerisch-charismatischen Christentum zu.

Das Christentum ist die vorherrschende Religion in Ghana und dominiert somit die Anzahl der Christen in Deutschland. Es wird gebetet, gesungen, getanzt und geklatscht. Die Kirchen sind voller Musik.

Die katholischen Messen verlaufen wesentlich ruhiger, und es wird generell eine längere Predigt gehalten. Die evangelischen Gottesdienste unterscheiden sich vom Ablauf mit Fürbitten, intensiven Gebeten, Ohnmachten, Zungensprechen und Gesängen. Grundsätzlich dauern jedoch alle afrikanische Gottesdienste lang und ziehen sich somit bis zu drei Stunden hin.

Besonders heute zu Ostern sind die Gotteshäuser gefüllt. Bunt sind heute nicht nur die Ostereier sondern auch der sichere Kleidungsstil von den Ghanaer, vor allem derer, die in Berlin oder in Düsseldorf leben.

Der Dresscode zu Ostern ist bei den Ghanaern von großer Bedeutung: Kinder und Jugendliche in maßgeschneiderter Kleidung, die Frauen in afrikanischen Gewändern und die Herrschaften in schicken Anzügen. Stil ist vorhanden.

Am Ostersonntag ist es für den Ghanaer, sei es in Ghana oder hier, unbedenklich in Weiß, bunt oder generell farbenfroh zu erscheinen.

Der helle Kleidungsstil steht zweifellos dafür, dass der Tag als “gut” empfunden wird, weil die Botschaft von Ostern die des Sieges Christi über die Sünde ist, über den Tod und den Teufel.

Der Sonntag bietet in den Stunden an, einen Anker ins Altbekannte zu werfen. Einen Anker in die Gerüche aus der Heimat, die Mode und das Essen, jedoch vor allem in das Beten als Gemeinschaft, den Gedankenaustausch in der Muttersprache und das gemeinsam – oder zumindest das ähnlich – Erlebte.